was leere ist?
alles nichts.
spüren dich zu jeder zeit,
weil wir das loch erahnen,
das sich verbirgt
unter dem scheingespinst
des sinnes eitler keit
menschlich existent
zu sein
und zugleich nicht
zu leben.
den kampf aufs neue
jeden tag
in uns selber
aufzunehmen
ist nicht je verdrossen einer,
gesalbt vom dunklen tropfen,
durchbohrt vom toten stachel,
der fortan wetzt und niemals ruht -
verloren in der zeit,
dem wahnsinn stets erlegen
ihr ausgesetzt,
der fremden macht,
die blutig in uns rührt
und grell das licht
dich suchen lässt
in augen eines blinden
was treibt dich um, mensch,
dass du so lange schon
fliehend nicht erkennst,
dass leere dir
bestimmung ist.
der grund des grunds,
von dem zu träumen
du nicht wagst
erkenn dich selbst
und blicke in die tiefe.
wenn es dann schmerzt,
wirst du verstehn,
dass du dich hast gefunden
im all des alles nichts