sonnenstaub auf nackter haut,
das firmament vor augen
ein wandrer auf dem weg.
wie rinnend sand durch lose finger
und schaum auf mondlichtwasserwogen
folgt dichte blässe meinen schritten,
den fersen der vergangenheit.
doch nicht wird streifen meinen blick
der zweifel längst durchwachter fragen.
nicht sinnlos schreite länger ich voran,
seit allein ein leben reicht zum ziel –
dem himmelszelt ein silbern schutz.
schleppt auch mein gang von neuem schwer
zäh und müde ob der altlast all der
gedanken, die ich bei mir trag’,
so sei, oh sonnensternenglanz, gewiss:
nicht fluss, nicht hang, nicht felsenwand
mich dieses mal zum stillstand zwingt.
denn jener pfad, auf dem ich schreite,
zählt meilensteine kaum.
und trotzt er doch – du ahnst es –
mit weitaus grösserer gefahr
als einst der gang durch spartas blut’ge schluchten.
nicht leviathan und weggelage
steigen hoch empor
aus jenem ring von nebelsümpfen.
vielmehr beäugt die eitle angst inmitten
neidvoll jeden neuen schritt.
doch fuss um fuss, den ich von dannen schleppe,
trag’ ich hinfort
mich und mein los
von den trüben wassern in narzissens see.
herzabwärts vom verstand
geht die spur, die ich ergreife.
mag führen segnend mich geleiten
der seele liebend urvertrauen,
dass unbeirrt und ohne straucheln
erlösung mich ereilt.
feuer! und be – freit.
24.10.2007