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Archiv für die Kategorie ‘[2006]’

sehn.sucht

ich vermisse dich.
wo du doch gar nicht da bist.
allmählich
sehne ich
deine gedanken zu kennen;
den unendlichen graben zu durchbrechen
der zwischen eins und eins liegt.
ein traum, ein müder:
die schädeldecke einzuschlagen
und einzutauchen
in deine welt,
mich dir zu zeigen
mit allem, was ich bin und nicht.
seelen wandern, seele schwimmt
spiralwärts durch das meer des raums.
verlorner glaube
im stillen ozean des lichts.
was auch immer, zartes [...]

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t.raum

wenn du tanzt
in dunkler nacht
und den stern im herzen trägst
lass ihn leuchten
atme auf
den ewgen traum im reigen
wenn du tanzt
in dunkler nacht
und die sterne in dir trägst
lass sie leuchten
atme aus
denn sehnsucht wird dich halten

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die welt sie liegt entzwei.
wie das gebäude alter theorien.
ich wollt ich könnte lassen.
doch wille ist,
was niemand je regiert
im gleichen sinn wie jeder.wo anfang liegt im ende
dorthin zieht mich der geist.
doch draussen läuft ein leben,
das andre wege weist.
ein wagnis bleibt es allemal.
auch stumm kann ich nicht schweigen.
und brechen darf was jemals war:
kostbares kann nicht bleiben.

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grau in grau

schwerbehangener himmel
inmitten des strassenbahnverkehrs
wo menschen huschen
und wände tief in tränen stehen.
manche sagen es sei der regen
doch ich weiß, dass es anders ist.
denn häuser zeigen aussen nur,
was im inneren verborgen.
ich les die fensterzeilen
der häuser gegenüber.
blauer flimmer im quadrat
hält trist dich, mensch, gefangen.
sie haben allen grund dazu,
die alten mauern,
auszulassen, was sie in jahren der verzweiflung
in sich hineingefressen.
angetan [...]

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silent.sex

nichts hören dürfen.
selbst stille ist mir jetzt zu laut
mit ihren andauernden pulsschlägen
durchziehend filigran tättowierte nervengänge.
ich wünschte mir die absolute ruhe zwischen
meinen ohren, den aufmerksamen,
knopflosen lauterspähern.
nichts hören müssen.
in sich geschlossen.
die wüsten erfahren.
vakuumimplosionen.
nichts hören können.

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l eere

was leere ist?
alles nichts.
spüren dich zu jeder zeit,
weil wir das loch erahnen,
das sich verbirgt
unter dem scheingespinst
des sinnes eitler keit
menschlich existent
zu sein
und zugleich nicht
zu leben.
den kampf aufs neue
jeden tag
in uns selber
aufzunehmen
ist nicht je verdrossen einer,
gesalbt vom dunklen tropfen,
durchbohrt vom toten stachel,
der fortan wetzt und niemals ruht -
verloren in der zeit,
dem wahnsinn stets erlegen
ihr ausgesetzt,
der fremden macht,
die [...]

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