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Archiv für die Kategorie ‘[2008]’

[prolog]
im stillen haus verstummt die lüge,
versagt der träume süßer tand.
wortlos tritt hier mit macht zutage,
was bisher taube ohren fand.
verlogen weicht der jugend glanz,
weicht sturm und drang,
weicht träge der verwegnen kampf
nach sinnstiftender rebellion
dem trüben matt der fäulnis nun,
mit der ein bildungshaupt jongliert -
als ob der lorbeern kranz noch ziert.
monoton, monoton dringt indes aus dem kellerspalt
halboffen, bisher [...]

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whoiam//identity_lost

who I am,
I cannot say.
who am I?
help me to stay!
I’m begging you
who’s hearing me?
my life lost its identity.
show your face
and you’ll get in.
but what you are
under soft skin
and all the beauty make-up mask
is hopeless unknown
to the rest.
be yourself!
but who is this?
watch the mirror,
take the risk!
and think about
yes, think and think
to lose your mind and fingerprints.
‘cause [...]

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Changes

Understand or forget,
There’s no time to regret,
It’s all got to change.
We’ve got never a choice,
Hear the wireless voice,
Without any range.
Blisters and peak,
Meanings to seek,
Don’t be afraid.
The proud once will bow,
‘Cause it’s not – you must know –
For changes too late.
It’s only at night,
For stars to shine bright,
Life may be hard.
You try to be safe,
Fleeing the [...]

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engels.gleiche

der himmel ist zerbrochen.
ein engel – dort! – verloren fällt.
noch nie verspielte teerplatzkinder
steh’n stumm am ende eurer welt.
seht das meer, es ist entflammt.
von dem sie einst die liebe tranken.
der anblick ist so wundersam enstellt
wo erdensäulen donnernd wanken.
zitternd bebt das trockne land,
auf dem die füss’, die blanken,
selbst starke krieger auf dem weg nicht hält,
da sie am [...]

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In der Fremde

die schwarzen gassen vielbelebter metropolen
im rus toter hetzjagdscheinwerflichter
sind laengst ausgekostet;
verglimmt im selben augenblick, in dem
erkannt wird,
dass die suche niemals endet,
wo fremde selbst des zieles ursprung ist.
nuechtern und erwartungslos
im bewusstsein alles irgendwann
schon einmal durchlebt zu haben, dass alles
bereits geschehen ist. irgendwie -
und wenn auch in verspielten
gedankentraumgesichtern nur.
* * *
der stete deckenventilator allein
wird nun zum treuen freund
im [...]

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wenn dunkelheit sie ganz durchdringt
und fahler glanz den saum bedeckt,
wenn tot sie trauerlieder singt
und schwarzes licht die adern tränkt,
wenn stumm ihr geist im innern schreit,
bis dass die schädelknochen bersten,
dann tritt sie ein ins schattenreich,
dem stillen traum von tausend schmerzen.
verhasst ist ihr die glitzerwelt
mit ihren freudenmärkten.
weiße schminke hat entstellt,
wo einst noch tränen tanzend scherzten,
trägt sie nun [...]

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