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Archiv für die Kategorie ‘adamandeve’

engels.gleiche

der himmel ist zerbrochen.
ein engel – dort! – verloren fällt.
noch nie verspielte teerplatzkinder
steh’n stumm am ende eurer welt.
seht das meer, es ist entflammt.
von dem sie einst die liebe tranken.
der anblick ist so wundersam enstellt
wo erdensäulen donnernd wanken.
zitternd bebt das trockne land,
auf dem die füss’, die blanken,
selbst starke krieger auf dem weg nicht hält,
da sie am [...]

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ein bisschen tod

komm, lass uns nach draussen geh’n.
die sonne scheint. ja dein gesicht,
so schön war es seit langem
verhalten glitzert abends
seidenfadnes herbstgoldlicht.
tief sinkt sie dieser tage,
tiefer als es damals war,
dort unten bei dem ruderboot.
riechst du den moder morscher bohlen,
wo weidenruten grün das wasser tränken,
die spieluhr, die vergessen von der zeit
das altehrwürdig, lieblich lied
durch deine mädchenhaften finger dreht?
wenn still [...]

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sehn.sucht

ich vermisse dich.
wo du doch gar nicht da bist.
allmählich
sehne ich
deine gedanken zu kennen;
den unendlichen graben zu durchbrechen
der zwischen eins und eins liegt.
ein traum, ein müder:
die schädeldecke einzuschlagen
und einzutauchen
in deine welt,
mich dir zu zeigen
mit allem, was ich bin und nicht.
seelen wandern, seele schwimmt
spiralwärts durch das meer des raums.
verlorner glaube
im stillen ozean des lichts.
was auch immer, zartes [...]

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der weg

sonnenstaub auf nackter haut,
das firmament vor augen
ein wandrer auf dem weg.
wie rinnend sand durch lose finger
und schaum auf mondlichtwasserwogen
folgt dichte blässe meinen schritten,
den fersen der vergangenheit.
doch nicht wird streifen meinen blick
der zweifel längst durchwachter fragen.
nicht sinnlos schreite länger ich voran,
seit allein ein leben reicht zum ziel –
dem himmelszelt ein silbern schutz.
schleppt auch mein gang von [...]

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sonnenstrahlenaugen

das lachen mancher augen mild
verzaubert tor und teufel.
ein stiller blick allein macht dich
erhaben über jeden zweifel.
mag auch der atlas jäh erzittern,
’s liegt nicht in seinen händen,
wenn menschen trist und trauernd enden.
nur wer vermag
eines solchen schicksal
stumm und sanft zu wenden?
schlicht ungewohnt und ohne wort
erwärmt ein selten sein
den allerärmsten, dunklen ort.
und so darf sich an ihm erfreun
in [...]

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wenn alles leben sterben ist
und alles sterben leben
was nützt dann unser lärmen?
verstrichen ist die frist.
wir streben, hasten sorgend
stets neu um unser wohlgemach.
vergessend im verdrängen,
dass nichts bestand doch hat.
wenn fliehend du den tag verschwendest -
die nacht um wie viel mehr -,
weil anders du nicht kannst,
was macht es dann so schwer,
dein leben heute nacht zu pfänden?
dein alles [...]

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