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Archiv für die Kategorie ‘Alles im Nichts.’

mono:ton

[prolog]
im stillen haus verstummt die lüge,
versagt der träume süßer tand.
wortlos tritt hier mit macht zutage,
was bisher taube ohren fand.
verlogen weicht der jugend glanz,
weicht sturm und drang,
weicht träge der verwegnen kampf
nach sinnstiftender rebellion
dem trüben matt der fäulnis nun,
mit der ein bildungshaupt jongliert -
als ob der lorbeern kranz noch ziert.
monoton, monoton dringt indes aus dem kellerspalt
halboffen, bisher [...]

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wenn dunkelheit sie ganz durchdringt
und fahler glanz den saum bedeckt,
wenn tot sie trauerlieder singt
und schwarzes licht die adern tränkt,
wenn stumm ihr geist im innern schreit,
bis dass die schädelknochen bersten,
dann tritt sie ein ins schattenreich,
dem stillen traum von tausend schmerzen.
verhasst ist ihr die glitzerwelt
mit ihren freudenmärkten.
weiße schminke hat entstellt,
wo einst noch tränen tanzend scherzten,
trägt sie nun [...]

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sehn.sucht

ich vermisse dich.
wo du doch gar nicht da bist.
allmählich
sehne ich
deine gedanken zu kennen;
den unendlichen graben zu durchbrechen
der zwischen eins und eins liegt.
ein traum, ein müder:
die schädeldecke einzuschlagen
und einzutauchen
in deine welt,
mich dir zu zeigen
mit allem, was ich bin und nicht.
seelen wandern, seele schwimmt
spiralwärts durch das meer des raums.
verlorner glaube
im stillen ozean des lichts.
was auch immer, zartes [...]

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der weg

sonnenstaub auf nackter haut,
das firmament vor augen
ein wandrer auf dem weg.
wie rinnend sand durch lose finger
und schaum auf mondlichtwasserwogen
folgt dichte blässe meinen schritten,
den fersen der vergangenheit.
doch nicht wird streifen meinen blick
der zweifel längst durchwachter fragen.
nicht sinnlos schreite länger ich voran,
seit allein ein leben reicht zum ziel –
dem himmelszelt ein silbern schutz.
schleppt auch mein gang von [...]

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bittertrank

du weißt es wohl mich anzurühren,
der du der grund von allem bist.
und doch entziehst du dich – ganz schlicht -
gewaltig jedes menschen blick.
oh gottheit, wie ersehn ich dich,
denn ewiglich vermiss ich dich. obgleich
nur solcher spannung schmerz
des trübsinns fetzen aus dem selbst mag reißen.
und du willst dein geschöpf mich heißen?
noch kann ich dich nicht genießen
zu bitter [...]

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wenn alles leben sterben ist
und alles sterben leben
was nützt dann unser lärmen?
verstrichen ist die frist.
wir streben, hasten sorgend
stets neu um unser wohlgemach.
vergessend im verdrängen,
dass nichts bestand doch hat.
wenn fliehend du den tag verschwendest -
die nacht um wie viel mehr -,
weil anders du nicht kannst,
was macht es dann so schwer,
dein leben heute nacht zu pfänden?
dein alles [...]

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